Turbine-Sportplatz - "Der Felsen"

Die Heimstätte von Turbine Halle ist der “Felsen” im halleschen Stadtteil Giebichenstein. Benannt nach dem Heinrich-Heine-Felsen, der sich hoch über der Saale erstreckt, gehört das Sportgelände wohl zu den schönsten Sportanlagen der Stadt Halle. Mit dem Verlust des Oberligaplatzes an den neu gegründeten SC Chemie Halle-Leuna und die unfreiwillige Rückstufung von Turbine in die Bezirksliga musste in den 50er Jahren natürlich auch das Kurt-Wabbel-Stadion verlassen werden. Auf dem ‚Felsen‘ im Stadtteil Giebichenstein fanden die Turbine-Kicker ihre neue Heimstätte.


Vom Acker zum Stadion
Noch vor 100 Jahren wurde de
tl_files/turbinesite/content/bilder/Felsen_Historie_1.pngr gesamte Bereich tl_files/turbinesite/content/bilder/Felsen_Historie_2.pngzwischen Saale, Rainstraße und Felsenstraße als Ackerfläche genutzt. Erst später entstand auf dem heutigen Hartplatz der Giebichensteiner Sportplatz, der 1926 ausgebessert wurde und einen Umkleideraum für Schulkinder erhielt.
In den 50-er Jahren existierten der heutige
Hartplatz und das spätere Stadion – allerdings ohne Stehplatztribünen. Ende der 1950-er Jahre wurde begonnen, auf den Rasenhängen ein Stadion für ca. 12.000 Zuschauer zu bauen. Statt des heutigen Sportlerheimes existierte ein Fachwerkbau am Nordende des Hartplatzes mit angeschlossener Gaststätte, der später abgerissen wurde. In den 60-er Jahren begann der Bau des heutigen Sportlerheimes. Auch änderte sich das Bild um die Sportanlage. Es entstanden ein Lehrlingswohnheim entlang des Hartplatzes (1970), ein Gästehaus hinter dem Sportlerheim (1968) und die Disko ‚Schmett‘ (1967), deren Eingang sich direkt an der heutigen Terrasse befand. Allerdings sind die meisten Gebäude mittlerweile wieder abgerissen oder umgebaut worden.

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Modernisierung in den 70er Jahren
Mit der Errichtung einer modernen Leichtathletikanlage und einer Tartanbahn um den Rasenplatz war der Umbau der Sportanlage in den 70-er Jahren weitestgehend abgeschlossen. Bis in die 1990-er Jahre sollte sich zunächst nur noch wenig auf dem ‚Felsen‘ verändern. Vor allem zu Bezirksligapunktspielen der 1.Mannschaft verzeichnete das Stadion Zuschauerzahlen bis in den vierstelligen Bereich.

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Nach der Wende

1994 ging zunächst die Angst im Verein um, das Sportlerheim verlieren zu können. Anstelle des zum ‚Hotel Saaleblick‘ umfunktionierten ehemaligen Gästehauses sollte ein riesiger Ersatzneubau entstehen. Doch mehr als der Abriss des bereits renovierten Hotels pa
ssierte glücklicherweise nicht.

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Nach 1990 verhinderte zu
nächst der jahrelange Streit zwischen dem Verein und der MEAG um die Eigentumsverhältnisse ein schnelleres Vorankommen und den Ausbau der vorhandenen Anlagen. Mittlerweile konnten die teils maroden Stehplatztraversen nicht mehr genutzt werden. Erst anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums im Jahr 2010 wurde – finanziert durch die Stadt Halle und Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt – der Sportkomplex für damals 800.000 DM umgebaut und erneuert. Die Tribünen wurden zurück gebaut und begrünt, der Sanitärtrakt saniert. Vor allem aber entstand eine moderne Leichtathletikanlage, die nationale Wettkampftauglichkeit aufweist.

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Sportplatzinfos
Baujahr: ca. 1930er Jahre; Bau der Stehplatztraversen in den 50er Jahren
Umbau 2000: - Abriss der Steh- und Sitzplatztribünen und Begrünung der Traversen
- Modernisierung der Leichtathletikanlage zu nationaler Wettkampftauglichkeit
Sportanlagen: 1 Rasenplatz (70 x 108 m)
1 Hartplatz (65 x 105 m)
2 Kleinfeldplätze
2 Volleyballplätze
Leichtathletikanlage mit 400m-Bahn (6 Bahnen), Sprung- und Stoßbereichen
Beleuchtung: Flutlichtanlage auf Hartplatz (für Trainingszwecke)
Zuschauerplätze: ca. 70 Sitzplätze auf der Haupttribüne
ca. 1000 Stehplätze zzgl. der Hangbereiche
Eintrittspreise: Landesklasse: Normaltarif 2,50 €, Ermäßigt 1,00 €, Vereinsmitglieder frei
Stadtoberliga: Normaltarif 2,00 €, Ermäßigt 0,50 €, Vereinsmitglieder frei
Verpflegung: Gaststätte Felsenblick
Anschrift: Zum Saaleblick 11/12, 06114 Halle