Spielberichte 2013/2014
 



3.Spieltag am 1.September 2013
Turbine Halle vs. SV Rotation Halle   2-5 (1-3)
Die 2 steht – zumindest vorne …
4-7-3-5 … was nach der Zahlenkombination am Tresor zu den ersten drei Punkten aussieht, zählt in Wirklichkeit die Tore auf, die Turbine seit dem Wiederaufstieg 2009 nach 3 Spieltagen bereits geschossen hatte. 6 Treffer stehen in diesem Spieljahr auf dem Konto – Platz 2 in der 5-Jahreswertung – Prima!
9-9-8-3-14 – die Kombination für die Gegentore. Ließen sich die ersten drei Jahre ab 2009 schon recht schießbudenhaft an, bedeuten in dieser Saison 14 Gegentore den letzten Platz aller auf Landesebene aktiven Mannschaften – weniger prima!
Der erste Schluck des Stadionbieres war noch nicht im Magen der Zuschauer angekommen, da zappelte das blau-weiße Netz das erste Mal. Nach 14 Sekunden überlupfte Alexander Große Keeper Philipp Weinhold das erste Mal. Dass in der Entstehung der Szene der Ball unglücklich abgefälscht wurde, sei Pech – wacher waren die Rotte-Kicker allemal. Und während die schwarz-weißen Gästespieler weiter pressten und wieselflink vor der Turbine-Viererkette agierten, versuchte Turbine sich vom Schock zu erholen, die Köpfe frei und eigene Pässe zum Nebenmann zu bekommen. Es sollte über 90 Minuten nur leidlich gelingen. Und doch verlagerte sich nach 15 Minuten das Geschehen mehr und mehr in die Gästehälfte. Nach ein, zwei guten Abschlüssen flankte Sobe Diblo mustergültig auf Tim Riechert, der aus 5 Metern halbhoch zum 1:1 einnetzte. Und in den Folgeminuten wurde klar, wo der Hebel anzusetzen war: In der Flucht nach vorn, wenn sie denn gelang. Denn 80 Meter vor dem eigenen Tor ließ sich die Wahrscheinlichkeit auf einen Gegentreffer mächtig reduzieren und die Chance auf ein weiteres Tor erhöhen. Zudem wirkte die Rotation-Abwehr auch nicht wirklich sattelfest. Weitere 10 Minuten fand Turbine offensiv noch statt und hätte – mit etwas Glück – die Partie auch drehen können. Doch der Schuss ging auf der anderen Seite los – und was für einer. Tobias Kuka setzte einen Freistoß über die Mauer zum 1:2 ins Netz. Das Tor war unvermeidbar, die Entstehung des Freistoßes nicht. Nur 7 Minuten später legte Tobias Kuhn noch einen drauf – mit 1:3 ging´s in die Kabine.
An eine Wende schienen die Turbinefreundlich gesinnten Fans angesichts der fehlerhaften Defensiv- und Spielaufbauleistung nicht wirklich mehr zu glauben – die Bestätigung folgte leider in den folgenden 14 Minuten. Nur 11 Minuten nach Wiederanpfiff hatte Rottes Sträuber Zeit und Raum, einen 40-Meter-Lauf mit einem Schuss in den Winkel zum 1:4 abzuschließen. Mangels Gegenspieler dürfte er dabei nicht einmal den Atem seines Kontrahenten im Nacken gespürt haben. Und wenn´s einmal nicht läuft, kommt auch noch eine unglückliche Schieri-Entscheidung dazu. Ein Foulspiel an Markus Heidrich wurde nicht geahndet, sodass die Gäste einmal mehr in den Turbine-Strafraum eindringen konnten. Was der Schieri nicht sah, signalisierte sein Assistent – Handspiel und Elfmeter. Philipp Weinhold blieb auch diesmal die ärmste Sau auf dem Platz. Wieder chancenlos musste er das 1:5 hinnehmen. Dafür gaben ihm seine Vorderleute in der letzten halben Stunde genügend Gelegenheit, seine Quote gehaltener Bälle zu verbessern. Im Gegensatz zum SSV Landsberg machte Rotation das halbe Dutzend nicht voll. Und Turbine durfte in Person von Tim Riechert sein obligatorisches zweites Tor erzielen.
Giftig, agressiv, gallig, schnell und wach im Kopf – Rotation zeigte im Offensivspiel sämtliche Attribute, die Turbine zwischen 14:00 und 15:45 abgingen. Libero, 3erKette, 4er Kette, Fahrradkette … dem Spielsystem ist es gleich, ob man Fehlabspiele produziert, fahrlässig deckt und einmal zu viel um die Ecke denkt. Ohne die Grundtugenden des Fußballs geht eben nix … 

Der Sonntag war spätestens um 15:45 nicht nur für die Spieler, sondern für sämtliche Turbine-Fans gelaufen. Zwei Stunden später war der Tag dann ganz im Eimer: Ein „besorgter“ Damenanruf um 18:00 bat zumindest anfangs freundlich, das aufgezeichnete Videomaterial mit dem Verweis auf das Persönlichkeitsrecht der Spieler doch bitteschön einzustampfen.  Die Ausnahme für öffentliche und angemeldete Veranstaltungen nach § 23 (1) KUG schien nicht bekannt. Bekannt ist aber nunmehr die Quelle des Anrufes, die zum allerinnersten Trainerstab des sportlichen Siegers führt … Mensch Jungs, eure Überlegenheit war doch so offensichtlich, da braucht ihr doch keine Angst vor einer unveröffentlichten Videoanalyse zu haben Zwinkernd