13. Spieltag am 24.November 2012
Reideburger SV vs. Turbine Halle II   5:3 (2:1)

von Klausen
Nach zuletzt guten und konstanten Leistungen ging es für T2 wie fast immer im November zum Tabellenzweiten nach Reideburg. Die Gastgeber, die bisher eine ausgezeichnete Saison spielen, gelten ebenfalls wie TII als sehr heimstark, mussten bis jetzt nur die Partie gegen den Spitzenreiter FSV67 abgeben. Turbine wollte sich aber von solcherlei Statistiken nicht beirren lassen und ging mit der Zielstellung ins Rennen, Halles Osten nicht ohne Punkte wieder zu verlassen.
Zu einem Plan gehört eben auch die Umsetzung: und die klappte zunächst wunderbar: nach einer Einzelpressing-Aktion, als Felix den Reideburger Keeper nach einem Rückpass attackiert wird jener nervös, bekommt den Ball nur halbherzig geklärt, Ivan bekommt das Spielgerät und hebt den Ball aus ca. 35 Metern ins leere Tor, Wahnsinn, starker Auftritt! Doch Reideburg ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, machte das Spiel schnell, Turbine spielte aber munter mit, sodass sich in der ersten Halbzeit eine temporeiche Partie entwickelte, bei der es permanent hin und her ging. TII hatte Mühe, die doch sehr sicher agierende Viererkette der Gastgeber zu knacken und lief ein ums andere Mal ins Abseits, Reideburg kam vorzugsweise aus der Entfernung zu Abschlüssen, doch Janis war heute ein starker Rückhalt. Trotzdem gelingt den Reideburgern Mitte der ersten Halbzeit der Ausgleich: nach einer Ecke kann TII nicht konsequent klären, ein Reideburger nutzt die Chance aus dem Gewühl zum 1:1. In der Folgezeit bleibt das Spiel ausgeglichen, die nächste große Chance zur erneuten Führung für TII hat Felix, zieht aber aus spitzem Winkel deutlich drüber. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bekommt TII einen Freistoß gegen sich, den man nur bedingt pfeifen muss, als Ivan seinen Gegenspieler durch leichten Körperkontakt zu Fall bringt. Kann man pfeifen, muss man aber nicht. Jener Freistoß wird scharf in den 16er getreten, ein Reideburger steigt zum Kopfball hoch, trifft platziert – 2:1 RSV. Mit diesem Ergebnis geht es in die Kabine.
Zweite Halbzeit: TII von Beginn an gewillt, den Ausgleich zu schaffen, und das sollte auch nicht lange dauern: nach Ecke von Rufat bekommt Bela den Ball auf die Stirn und netzt per wunderbarem Kopfballtreffer zum 2:2 ein – doch der Schiri gibt den Treffer nicht, er hat ein angebliches Foulspiel gesehen, dabei war in dieser Situation überhaupt kein Reideburger in der Nähe - Fehlentscheidung.
Doch nur Minuten später klingelt es erneut im Reideburger Kasten: Ivan bekommt einen Ball von Felix und schließt entschlossen ab- diesmal zählt der Treffer, auch wenn der Linienrichter die Fahne hebt- der Schiri überstimmt ihn und gibt den Treffer, also 2:2. Zu diesem Zeitpunkt ist die Moral völlig intakt, Turbine will und kann hier auf alle Fälle etwas mitnehmen, doch das klappt nur, wenn man über 90 Minuten absolut konzentriert ist - und das war man in den kommenden 9 Minuten nicht. Und genau diese 9 Minuten reichen aus, um sich in einer kollektiven Tiefschlafphase mit massiven Abstimmungsproblemen zwischen Mittelfeld und Abwehr die Gegentore drei, vier und fünf einzufangen, so dass die Partie in dieser kurzen Phase entschieden war.
Turbine ackert trotzdem mit erhobenem Kopf bis zum Schluss weiter und zeigt bis zum Ende, dass man keine 3 Tore schlechter ist. Der Lohn dafür ist dann noch Ivans dritter Treffer zum 3:5 in der vorletzten Minute.

Fazit: Turbine liefert bis auf 9 Minuten Schlafeinlage eine sehr anständige Partie ab, beweist Kampfkraft und Moral. Normalerweise müssen 3 Auswärtstore für einen Punkt reichen, doch hat man heute in den besagten 9 Minuten mehr Fehler produziert als sonst im gesamten Spiel und sich so unnötig auf die Verliererstrasse gebracht. Ein kleiner Trost ist, dass auch der Gegner mit Respekt und Lob über Turbines Leistung spricht, auch wenn der Dreier für die Gastgeber am Ende in Ordnung geht. Nun gilt es im letzten Heimspiel 2012 kommende Woche die 30-Punkte-Marke zu knacken.

Aufstellung: 1 Kluge, 2 Beyer, 3 Hammer, 4 Waack (89. 13 Zahn), 5 Seidel, 6 Marenbach (69. 14 Trotter), 7 Sultanaliev, 8 Saèz-Poblete, 9 Sieradzki (79. 12 Schubert), 10 Martinowski, 11 Balì
Tore: 0:1 Saez-Poblete (4.); 1:1 (25.); 2:1 (44.); 2:2 Saez-Poblete (51.); 3:2 (60.); 4:2 (65.); 5:2 (69.); 5:3 Saez-Poblete (89.)

 



11. Spieltag am 17.November 2012
TSG Kröllwitz vs. Turbine Halle II   2:3 (2:1)

von Klausen
Ehemaliges Dorf gegen Stadtteil, Kuh gegen Pferd, Ochsenberg vs. Lehmannsfelsen oder einfach Kröllwitz gegen Turbine- es gibt viele treffende Bezeichnungen, aber die Hauptsache heute war: Derbyzeit in Halles Norden!
Nach der ziemlich „geilen“ Vorstellung letzte Woche gegen Rotte galt es heute auf dem wohl kleinsten Großfeldplatz Mitteldeutschlands zu bestehen. Erfahrungsgemäß ist ein 0:0 hier ausgeschlossen, und auch die sonstigen Platzverhältnisse ließen wenig fußballerische Feinkost erhoffen. Trotzdem: es tut sich was am Ochsenberg: den langjährigen Szenekennern ist nicht verborgen geblieben, dass es eine im Bau befindliche neue Flutlichtanlage, neue Werbebanden und besser aufgestellte Zuschauerplätze gab. Also: nach dem Aufstieg tut sich einiges bei den Gastgebern.
Und nicht nur außerhalb des Platzes: Schon beim Auflaufen lässt sich erahnen, dass es nicht unbedingt ein Spiel werden sollte wie es sonst ein Kröllwitz-Spiel war, nämlich eine an der Mittellinie auf Abseits spielende, nur lange Bälle schlagende Herde - nein eine um einige Gesichter verjüngte kampfstarke Elf, welche als Aufsteiger bisher ziemlich gut dasteht.
Turbine wollte trotz alledem an die Leistung der Vorwoche anknüpfen, Pressing spielen und so oft wie möglich den Torabschluss suchen – was ein Satz – ist ja auch Sinn und Zweck des Spiels! In der Anfangsphase hat TII mehr vom Spiel, die Gastgeber agieren eher zurückhaltend und reagieren, wobei auch in der Folgezeit aufgrund des kleinen Platzes eine objektive Bewertung der Ballbesitzverhältnisse äußerst schwer fällt. Eine erste Chance ergibt sich, als Bela von rechts flankt, in der Mitte jedoch keinen Abnehmer findet, weil sich Matze Wirth und sein Verteidiger Matze Schöllner wohl gerade Seite an Seite und zusammen gefühlt 250 kg übers Abnehmen unterhalten. Dann auf schwierigen Platzverhältnissen nach knapp zwanzig Minuten der erste richtig sehenswerte Spielzug: nach Spieleröffnung von Ivan zelebrieren Tobi und René Hammer einen wie im Training einstudierten Spielzug über links, allerdings erreicht auch hier das Abspiel ins Zentrum keinen Stürmer, so dass es bei Szenenapplaus von der Zwei-Mann-Bank Zahn/ Marenbach bleibt. Im Gegenzug agiert Rufat am eigenen 16er robust, trifft seinen Gegenspieler auf der 16er Linie - Freistoß pfeift der Schiri, Elfmeter fordert Kröllwitz. Egal: der Freistoß geht unter der Mauer durch, für Micha nicht zu sehen – 1:0 für Krölli.
Turbine agiert weiter, versucht so gut wie möglich die spielerische Linie beizubehalten, auch wenn es immer wieder schwer fällt, den Ball auf engem Raum zu behaupten bzw. sauber flach zu spielen. Dann der nächste Freistoß, allerdings aus ca. 30m Entfernung: zwei Kröllwitzer laufen an, einer läuft an Ball und Mauer vorbei, bekommt den Ball durchgesteckt und fackelt nicht lange: 2:0, der Ball im Netz. Eine wirklich sehenswerte Freistoßvariante, bei der TII ein wenig schlafmützig wirkt. Doch ein zwei-Tore-Polster heißt in Kröllwitz überhaupt nichts, wenn man schnell genug den Anschluss findet:
Und das tat Turbine: nach hoher Eingabe von Bela steht Matze am langen Pfosten, nimmt den Ball aus spitzem Winkel volley und hämmert ihn am Verteidiger vorbei in die kurze Ecke: 1:2, alles wieder offen. So geht es auch in die Halbzeit.
In den ersten 10 Minuten passiert insgesamt nicht viel, beide Parteien neutralisieren sich nahezu zwischen den Strafräumen, Torchancen sind zu diesem Zeitpunkt eher Mangelware.
TII bringt den nach Dienstschluss noch eingeflogenen Steve Sieradzki auf rechts, um nochmal ein wenig mehr Dampf über außen zu machen, wenig später gibt es Freistoß aus ca. 18 Metern Torentfernung:  nachdem Capitano Felix auf weitere Freistöße verzichtet, schnappte sich Matze Wirth die Kugel, nimmt zwei Schritte Anlauf, guckt, schlenzt, der passt! Links oben, drin - 2:2.
TII will jetzt auch den Sieg  und wenig später sollte man dem ein Stück näher kommen: nach gutem Angriff über rechts rutschen ein, zwei Kröllwitzer am Ball vorbei, wer steht im Zentrum? Sicher, Matze Wirth und schiebt locker zum 2:3 ein! Kröllwitz nun mit dem Drehbuch dieses Spiels völlig überfordert, versucht zwar weiter ein Aufbauspiel nach vorne, allerdings ist man zu wenig kreativ, versucht es zu oft mit langen Bällen, gegen eine zumeist sehr sichere und aggressive Turbine-Abwehr, welche sich heute sicher in zwei, drei Situationen beim Schiri für seine tolerante Auslegung bedanken durfte. Und wenn auch das dann mal schief geht, dann steht eben Micha auf der Linie und klärt einen Ball aus 3 Metern Entfernung. Matze legt dann noch einmal für Ivan auf, dem der Ball aber leicht verspringt - am Ende bleibt es beim 3:2 DERBYSIEG!

Fazit: TII zeigt nach dem Rückstand eine Riesenmoral und überzeugt heute vor allem in puncto kämpferische Einstellung. Dass auf dem Platz keine Schnickerchen möglich sind, wusste man vorher. Turbine nimmt verdient 3 Punkte mit, weil man in Summe wieder mehr als der Gegner fürs Spiel getan hat und objektiv betrachtet auch die eine oder andere Chance mehr hatte. Unbestritten hat man in einigen kniffligen Szenen Glück, andere Schiedsrichter hätten sich von der Kulisse schon beeindrucken lassen, Herr Kos hat aber kühlen Kopf bewahrt und war jederzeit Herr der Lage.
Letzte Woche war es: „sind wir geil“ - heute heißt es: Tor, Goalgetter, Matze Wirth! Wer ist Ibrahimovic?
In diesem Sinne: Sport Frei – und auf zum Spitzenspiel nach Reideburg!

Aufstellung: 1 Meye, 2 Beyer, 3 Hammer (79. 14 Zahn), 4 Waack, 10 Martinowski ©, 5 John (59. 12 Sieradzki), 6 Sultanaliev, 7 Saèz-Poblete, 8 Schöbel (89. 13 Marenbach), 9 Wirth, 11 Balì
Tore: 1:0 Amme (30.), 2:0 Rebenstorf (36.), 2:1 Wirh (40.), 2:2 Wirth (60.), 2:3 Wirth (66.)

 



10. Spieltag am 10.November 2012
SV Rotation Halle II vs. Turbine Halle II   0:7 (0:3)
von Hämmerin
Am verregneten Samstagnachmittag fand man sich auf dem Platz von Rotation Halle ein. Im Gegensatz zum grau gekleideten Himmelszelt herrschte trotz angespannter Personalsituation eine sonnige Laune in der T2 Umkleidekabine. Es war klar, Coach Matze Wirth muss sich ein Trikot überwerfen, damit man wenigstens einen Wechsler zur Verfügung hat. Die Vorstellung wie Coach Matze sich selbst zur Seite nimmt, um sich klar zu machen: „ Matze heute reicht es noch nicht für die Startelf“, sorgte dann auch für das erste Gelächter. Allerdings war dieses schwierige Gespräch nicht nötig. Matze Wirth sollte in der Startelf stehen und damit das Comeback des Jahres feiern.
Die Ansprache des selbigen war dann ernst: Trotz eines stark veränderten Kaders durch Ausfälle von Wade, Hinke, Klaus, Felix, Tobi, Friedrich seien heute elf Männer zugegen, die Fussball spielen können. Es gebe also keinen Grund mit einer verminderten Erwartungshaltung in das Spiel zu gehen. Das Ziel war also klar: Sieg. Wie? Durch Kampf von der ersten bis zur letzten Minute.
Entgegen den Spekulationen nach dem Training am Donnerstag letzte Woche wurden die Positionen nicht wie wild getauscht. Es waren jedoch gravierende Umstellungen nötig, um die Positionen der fehlenden Mannschaftskameraden zu besetzen. Henry übernahm die Aufgabe des Liberos, Ludwig lief als Vorstopper auf, Rufat sollte im defensiven zentrale Mittelfeld die Abwehr unterstützen und Matze natürlich im Sturm.
Diese Umstellungen spiegelten sich in den ersten 5min des Spiels wider. Man bekommt im Mittelfeld und in der Abwehr keinen Zugriff, weil die Zuordnung einfach nicht passt. Bälle werden durch zu hektisches Aufbauspiel schnell verloren. Rotation hatte sich offensichtlich auch etwas vorgenommen. Der Gegner stand sehr „hoch“ und machte Druck. Durch diese Kombination ergeben sich 1-2 gute Möglichkeiten für Rotation, welche allerdings ungenutzt bleiben
Nach 5 Minuten passt die Zuordnung und man bekommt Zugriff auf den Gegner. Nun kann auch das Pressing ausgeübt werden, welches man sich vorgenommen hatte. Die Mannschaft lässt ab der 10. Minute keine Torchance des Gegners mehr zu, da der Spielaufbau des Gegners schon im Keim erstickt wird. Allen voran Rufat, welcher ein starkes Spiel auf der 6er Position liefert, aber auch Ivan und Bela erkämpfen sich viele Bälle im Mittelfeld und machen das Spiel nach vorn über die Außenspieler Steve und Patrick schnell. So auch bei der ersten Großchance, als Ivan nach feinem Doppelpass mit Bela allein auf das Tor läuft, jedoch am Torhüter scheitert. Dies sollte am heutigen Nachmittag auch das probate Mittel gegen eine viel zu hoch stehende dafür aber zu langsame Abwehr sein. Nach einer weiteren vergebenen Großchance von Ivan, flankt Bela in der 10. Minute von rechts auf dem Kopf von Matze Wirth. Dieser kann diese jedoch nicht veredeln, da sein Gegenspieler per Schieben von hinten den Torabschluss unfair verhindert. Elfmeter. Henry und Matze verkünden ein ungutes Gefühl bezüglich der sicheren Ausführung des Strafstoßes, worauf sich Rufat das Spielgerät greift und dieses platziert links unten in die Maschen hämmert. 0:1 . Nun war die Sicherheit im Spiel da und Turbine spielt sich über ständiges Pressing und Kurzpassspiel in einen Rausch. Nach 21 Minuten und 2 vergebenen Großchancen dann die Erlösung für Ivan. Bela attackiert den Ball führenden Torhüter / Verteidiger in Höhe des gegnerischen Strafraums und zwingt diesen zu einem Fehlpass, welcher direkt vor den Füßen von Ivan landet. Der schießt den Ball gedankenschnell in das leer stehende Tor. 0:2. Kurz vor der Pause (44. Minute) dann das 0:3 für die Turbineros abermals durch Ivan (Der Schreiberling kann sich an die Spielsituation nicht mehr erinnern. Vielleicht kann das ja jemand nachreichen)
In der Halbzeitpause sind sich alle einig: Wir spielen genauso weiter wie bisher: Pressing gepaart mit einem starken Offensivdrang. Allerdings hinkt es zunächst etwas bei der Umsetzung. Man tut zu wenig für das Spiel und ist zu weit vom Gegner weg. Rotation weiß dies aber nicht zu nutzen, scheint nun allerdings etwas gefrustet. Der 10er (Jens Köppe) beginnt eine Reihe von rüden Fouls mit einer Grätsche gegen Rufat in Höhe Mittellinie. Rufat kann aber weiter spielen und so wird nach guten 59 Minuten Patrick durch den einzigen Wechsler Felix Trotter ersetzt. Mitte der 2. Halbzeit besinnt man sich wieder und es kommt zur 4:0 und 5:0 Führung in der 67. und 72. Minuten durch Ivan und zur 0:6 Führung in der 81. Minute durch Bela. (Auch hier bitte ich um etwas Unterstützung.)
An das letzte Tor kann sich der Verfasser dann doch genau erinnern, da er wenig zuvor nicht in der Lage war Matthias durch einen einfachen Querpass aufzulegen, obwohl ich den kämpfenden Stürmer doch ein Tor gegönnt hätte. Nach einer scharf getretenen Ecke setzt der Ball in Höhe ersten Pfosten auf, wird durch den nassen Rasen schnell und passiert Freund und Feind. Am zweiten Pfosten taucht Matze wie eine Sprungfeder in die Flugbahn des Balls und verwandelt in der 87. Minute per Flugkopfball zum 7:0.
Neben den vielen Toren gab es eine Vielzahl weiterer hochkarätiger Chancen. (Aber ich kann mich ja nicht mal mehr an die Torszenen erinnern. War einfach zu sehr in das Spiel vertieft. )
Nach Abpfiff konnte man sich aufgrund eines starken Spiels, in dem man sich zu keinem Zeitpunkt auf der Führung ausgeruht hat, gegenseitig auf die Schulter klopfen.

Aufstellung: Michael Meye, Rene Hammer, John Patrick (59. Felix Trotter), Sven Beyer, Henry Seidel, Steve Sieradzki, Matthias Wirth, Bela Bali, Ludwig Waack, Ivan Aley Saez Poblete, Rufat Sultanaliev

Fazit: Turbine setzt meines Erachtens das erste Mal in dieser Spielzeit konsequent und ausgezeichnet das um, was das Trainergespann am Dienstag und Donnerstag üben lässt, und ist min Herz und Kampf dabei. Man lässt den Gegner nicht ins Spiel kommen, indem man ständig drückt. Durch schnelles Kurzpassspiel über die Außen verbucht man nach 90 Minuten 7 Zähler auf dem Konto. Sensationell. Weiter so Männer.

 



10. Spieltag am 3.November 2012
Turbine Halle II vs. SV Grün-Weiß Ammendorf   3:0 (1:0)
von Klausen United
TII mit Wiedergutmachung

Am heutigen Samstag ging es erneut gegen ein Ammendorfer Team - die Grün-Weißen aus dem schönen Radewell gastierten im herbstlichen Felsenrund. In der Erwartungshaltung, auf dem optisch satten Grün spielen zu dürfen, inspizierten sowohl die Gäste als auch die Schiris den Rasen, doch vernünftigerweise und aus Rücksicht auf Erste und Nachwuchs entschied sich das Trainerteam von TII für den Hartplatz. Nach allerlei spaßigem Vorgeplänkel und wilden bis abstrusen Spekulationen um die vakante Position "hinter den Spitzen" ging es dann endlich in die Kabine. Um in die Erfolgsspur zurückzufinden, hatte Matze heute das Wort - und er redete solange, dass es nach der Aufwärmphase dann auch heute nicht mehr für ein Mannschaftsfoto reichen sollte, trotz aufgeladener Batterien im Fotoapparat.
Turbine wollte das Spiel gegen die erfahrungsgemäß kampfstarken Ammendorfer von Beginn an bestimmen, hatte jedoch - wie die Gäste im Übrigen auch - ein wenig Anlaufschwierigkeiten, mit dem ungewohnten Untergrund klar zu kommen. Turbine bestimmt zwar das Spielgeschehen insgesamt, tut sich aber wie in der Vorwoche doch ein wenig schwer im Kreieren eigener Torchancen, die ersten guten Gelegenheiten ergeben sich aus Fernschüssen (Felix, Friedrich). Auf der anderen Seite spielen die Gäste so, wie man es erwartet hatte: insgesamt wenig kreativ, zumeist mit langen Bällen in die Spitze, das eigene Mittelfeld findet fast nicht statt. Aber darin lag die Gefahr: die zwei Stürmer ackerten nicht unerheblich, ließen Svenner und Ludwig auch keine Gelegenheit, sich auszuruhen, beide mussten jederzeit hellwach sein und gegen die körperbetonte Spielweise gegenhalten. So vergingen die ersten dreißig Minuten, ohne dass man von Außen mit der Zunge schnalzen konnte, es war eben ein typisches Herbst-Schotter-Spiel mit wenigen Torraumszenen. Als endlich mal nach einem sehenswerten Angriff- eingeleitet von Rufat über rechts - Felix im 16er angespielt wird, nimmt er den Ball kurz an, Drehung, Abschluss - platziert ins lange Eck - 1:0. Eine Jubeltraube bleibt aus - (@ Steffen: also kein "Bittner-Syndrom"), dafür gehts zu Coach Matze zum Abklatschen - denn er war nur auf den letzten Drücker in die Startelf gerutscht ;-)
In der Folgezeit TII dann mit mehr Sicherheit im eigenen Spiel, lässt den Ball nun besser laufen - und über Außen wird auch zunehmend mehr Musik gemacht. Steve rackert fleißig auf links, hätte aber noch öfter ins Offensivspiel mit eingebunden werden können, auf der Gegenseite kommen nun gute Flanken aus dem Halbfeld in den 16er (Rufat, Svenner), auch wenn diese ihre Ziele noch nicht erreichen, dafür der Ammendorfer Kister aber Hinke mit der Faust - 1:0 zur Halbzeit.
Turbine will ein schnelles zweites Tor, um die Entscheidung herbeizuführen, jedoch geht Hälfte zwei los wie Hälfte eins: viel Leerlauf eine ganze halbe Stunde lang, weil Ammendorf insgesamt doch recht kompakt steht - und Turbine gedanklich manchmal ein wenig zu langsam erscheint, um in bestimmten Momenten sich bildende Lücken zu erkennen.
Insgesamt wirkt TII defensiv in dieser Partie sehr stabil - auch weil Wades Stellungsspiel absolut fehlerfrei ist, dafür wirkten die "Long line-Pässe" heute ein wenig -mit Verlaub- "urlaubsreif" ;-)
Die Offensive der Gäste fiel dann ebenso wie deren Trainerteam mit zunehmender Verbalakrobatik auf - wovon wenigstens berichtenswert ist, dass der 11er „… im Übrigen schon Torschützenkönig der Liga wäre, hätte ER solche Gegenspieler, wie seine eigenen Verteidiger … ??!!“
Als TII sich so langsam auf das 1:0 einstellt, kommt Ammendorf zu seiner einzigen echten Torchance im zweiten Durchgang: nach einer Ecke fehlen nur Zentimeter am rechten Pfosten und es hätte zum 1:1 geklingelt. Nur wenige Sekunden später nutzt Steve seinen Platz auf der linken Seite, zieht in die Mitte und schließt mutig aus 20 Metern ab - der Ball streicht ebenfalls nur knapp am Gehäuse der Gäste vorbei. Dann endlich die Entscheidung: nach einem Pass in die Spitze auf Bela scheitert dieser am Keeper, den Nachschuss setzt Ivan dann abgeklärt ins leere Tor, 2:0. In der Schlussphase eröffnet Turbines 13er mit dem Anspiel ins Zentrum zu Hinke den Angriff zum 3:0: nach Abspiel von Hinke zu Bela legt dieser quer zu Felix - Abschluss, 3:0 - Matchwinner Martinowski..

Turbine: 1 Meye, 2 Beyer, 3 Waack, 4 Hilse, 5 Weidener (C), 6 Sultanaliev (87. 13 Marenbach), 7 Schönfeld, 8 Saez-Poblete, 9 Sieradzki (85. 12 Schubert), 10 Martinowski, 11 Balì

Tore: 1:0 Martinowski (36.); 2:0 Saez-Poblete (83.); 3:0 Martinowski (90.)

Fazit: Turbine gewinnt das Spiel absolut verdient - übrigens 5. Sieg im 5. Heimspiel (!!!) - man war das deutlich engagiertere Team. Ammendorf wehrt sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, ist aber insgesamt nach vorne zu ungefährlich und einfallslos. Schön dass (fast) alle verletzungsfrei geblieben sind - ausser dem 13er, der nach fünf-minütiger Einsatzzeit aussah, als wäre er im Allrad über einen Sisal-Teppich gerobbt - egal- er ist nächste Woche nicht da- und somit schreibt der Matchwinner von heute den Spielbericht der kommenden Woche - Danke vorab.
 



8. Spieltag am 20.Oktober 2012
Turbine Halle II vs. Post TSV Halle   6:1 (3:1)
von Waddinio
Turbine fährt höchsten Saisonsieg ein
Nach zwei unnötigen Niederlagen in Folge galt es heute gegen den Aufsteiger von der Grenzstraße den nächsten Dreier einzufahren. Leicht verspätet ging es in die recht leere Kabine. Auf Grund von diversen Absagen hatte man heute einen nicht so üppigen Kader beisammen. Selbst Coach Klaus zog es vor, sich zur Messe zu verdrücken. Aber Bela konnte es doch noch einrichten, zum Spiel zu erscheinen und Turbine-Urgestein Steffen Mandel gab sein Comeback bei TII. Somit konnte man dann doch noch auf eine gut besetzte Ersatzbank blicken.
Zum Spiel heute gab es dann nicht wirklich viel zu sagen. Man wollte variabel von der ersten Minute an auf das gegnerische Tor spielen. Mal mit längen Bällen über die Abwehr, mal mit gepflegtem Passspiel über die schnellen Außen. Coach Matze wollte von der ersten Minute an sehen, dass wir hier den Sieg wollten. Bei perfektem Fußballwetter ging es dann auch schon los. Anscheinend hörte man den Worten des Coaches besonders gut zu, denn man erwischte einen besonders guten Start. Von der ersten Minute an machte TII Druck und kam schon nach drei Minuten zum ersten Torerfolg. Abschlag von Post, perfekte Ballannahme durch Ludwig , Flugball von Henry auf Perle, der verlängert per Kopf. Die Post-Abwehr sah nicht wirklich gut aus und selbst der Torhüter zog es vor auf der Linie zu warten. Felix nahm die Einladung dankend an und schloss trocken mit links zum 1:0 ab. Bei dieser Aktion verletze sich der Torhüter der Post und musste wenige Minuten später ausgewechselt werden. Nach einer Viertelstunde kam dann auch mal die Post vor den gegnerischen Strafraum. Aber meist zu harmlos, um wirklich Gefahr auszustrahlen. Aber nach der ersten Ecke für die Post sollte es dann doch passieren. Nach einem leicht missglückten Klärungsversuch durch den Schreiberling kam der Ball perfekt zu einem freistehenden Spieler der Post. Der zog dann aus knapp 18 Metern ab. Den Schuss konnte Micha dann noch parieren, aber beim Nachschuss war Micha machtlos. Leicht geschockt ging es dann aber auch schon wieder in die andere Richtung. Es dauerte gerade mal 2 Minuten bis der Fehler korrigiert wurde. Wieder war es Felix, der sich in die Torschützenliste eintragen konnte. Turbine machte weiter Druck und wollte zeitig für klare Verhältnisse sorgen. Nach knapp einer halben Stunde gab es dann den nächsten Treffer. Nach einer Ecke von Tobi landete der Ball irgendwie vor Steffens Füßen. Er, ganz trocken aus 3 Metern zum 3:1. Danach gab es noch die eine oder andere gute Möglichkeit. Aber irgendwie fehlte Perle heute das Selbstbewusstsein. Somit ging es dann mit dem 3:1 in die Halbzeit.
In der Pause waren sich alle einig!! Man sei das bessere Team und müsse noch ein oder zwei Treffer nachlegen. TII erwischte wieder einen guten Start und kam schon 5 Minuten nach der Pause zum nächsten Treffer. Steffen setzte sich auf der Grundlinie durch und ließ dann noch 2 Spieler plus Torwart alt aussehen und schob lässig zum 4:1 ein. Danach gab es dann zwei Wechsel bei Turbine. Erst ersetzte Rufat den in manchen Situationen etwas unglücklich agierenden Svenner, kurze Zeit später war dann auch das Spiel für Tobi vorbei. Er wurde durch Bela ersetzt. Nach gut einer Stunde war es wieder Felix, der den Ball über die Linie und ins Tor bringen konnte. Nur leider kann sich der heutige Journalist nicht mehr an die Spielsituation erinnern -  hätte wohl doch ein oder zwei Ouzo weglassen sollen. Nur drei Minuten später setzte Bela zu einem Solo an und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß schoss heute mal nicht Felix. In der Hoffnung, Perle mit einem Erfolgserlebnis wieder etwas Selbstvertrauen einzuhauchen, hatte ihn Kapitän Wade kurzerhand als Schützen benannt. Der Torhüter der Post war zwar mit den Fingerspitzen dran, dennoch verwandelte Perle diesen Elfer sicher. Im Anschluss vergab Turbine noch reihenweise gute Chancen: Steffen alleine auf den Torhüter - wollte auf Felix quer legen und schob dem Torhüter den Ball förmlich in die Arme. Freistoß von Wade an den 5-Meter-Raum Felix über das Tor und und und… In der 80. Minute kam es dann zum Comeback des Jahres. Steffen Mandel machte sich bereit, um Perle zu ersetzen. In den letzten Minuten verflachte das Spiel zusehends. Man ließ den Ball nicht mehr wirklich richtig laufen und operierte zu oft mit langen Bällen. Dennoch kam man auch in der Schlussphase zu der einen oder anderen Chance. Die größte hatte wohl Steffen Mandel, der aus ca. 8 Metern nur den Pfosten traf.

Turbine: 1 Meye, 2 Beyer (56. 12 Sultanaliev), 3 Waack, 4 Schönfeld, 5 Weidener (C), 6 Sieradzki, 7 Seidel, 8 Bittner, 9 Schöbel (60. 14 Bali), 10 Martinowski, 11 Perlitz (80. 13 Mandel

Tore: 1:0 Martinowski (3.), 1:1 (18.), 2:1 Martinowski (20.), 3:1 Bittner (33.), 4:1 Bittner (50.), 5:1 Martinowski (63.), 6:1 Perlitz (66.)

Fazit: Von der ersten Minute an war Turbine Herr auf dem Platz und machte dem heutigen Gegner klar, hier nichts mitzunehmen. Über die gesamten 90 Minuten fand die Post in der Offensive nicht wirklich statt. Neben dem Tor hatte der heutige Gegner vielleicht noch zwei oder drei Möglichkeiten. Das lag vorrangig an der mal wieder geschlossenen Mannschaftsleistung. Durch frühzeitiges druckvolles Stören, ließ man den Gegner nicht wirklich ins Spiel kommen. Auf Grund der zahlreichen Chancen geht der Sieg in dieser Höhe mehr als in Ordnung. Am Ende hätte sich die Post über ein zweistelliges Endergebnis nicht beschweren dürfen. Mit dem höchsten Saisonsieg setzt man sich im oberen Drittel fest und kann völlig befreit an die kommenden Aufgaben herangehen.
 



7. Spieltag am 13.Oktober 2012
VfB 07 Lettin vs. Turbine Halle II   4:1 (0:0)
von Klausen United
TII trotz Überzahl ausgekontert
Nach der ersten Saisonniederlage letzte Woche in Seeben ging es auch diese Woche auf Reisen - Lettin war der nächste schwere Gegner, welcher vor 14 Tagen schon die aufstiegsambitionierten Seebener geschlagen hatte.
TII konnte wieder auf Wade, Hinke und Steve zurückgreifen, dafür musste im Zentrum Steffen Bittner ersetzt werden. Aufgrund der Qual der Wahl im Sturm entschied sich das Trainerteam für ein Experiment: neben Perle und Bela im Sturm wurden die sonst ebenfalls nominellen Stürmer Felix und Ivan eine Reihe zurückversetzt und bildeten die Zentrale in Turbines Mittelfeld. Das Trainerduo erhoffte sich davon viel Zug zum Tor, weil man mit Steve und Tobi über pfeilschnelle Aussen verfügte, riskant war es aber allemal, nur mit 4 Defensivspielern anzutreten.
Zu Beginn der Begegnung wurde schnell klar, dass es kein schönes Spiel würde - dafür war der Platz viel zu holprig, ein Kurzpassspiel war schlichtweg nicht möglich. So ging es recht zügig, dass das Mittelfeld überspielt wurde, lange Bälle auf beiden Seiten am laufenden Band. Trotzdem ergaben sich am ehesten Torchancen, wenn trotz der Platzverhältnisse versucht wurde, zu spielen: so einmal eine schöne Kombination über Steve und Bela, wobei Belas Flanke von Ivan knapp verpasst wird. Lettin ist in Hälfte eins primär durch Standards - in diesem Fall Ecken - extrem gefährlich, weil TII ein ums andere mal zu lange braucht, um sich den Gegenspielern zuzuordnen. In einer kampfbetonten Partie, in der Lettin ein wenig bissiger wirkt, geht es mit wenigen Chancen mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause.
Durchgang zwei: Lettin von Beginn an wieder engagiert, versucht schnell in Führung zu gehen - und das gelingt - 1:0 in der 52. Minute. Zu diesem Zeitpunkt wirkt das Spiel aufgrund der wenigen Chancen so, als würde derjenige, der das erste Tor erzielt auch als Sieger vom Platz gehen - doch zunächst einmal weit gefehlt: als Steve sich bei einem der wenigen sehenswerten TII-Spielzüge energisch Richtung Grundlinie durchsetzt und flankt, bekommt ein Lettiner offensichtlich strittig - den Ball an die Hand - Elfmeter. Im Gegensatz zum HTB-Spiel versenkt Felix heute dochmal souverän - 1:1, alles offen. Wenig später wird Ivan von einem Lettiner gefoult, welches die Gelbe Karte nach sich zieht, es wäre auch alles gut gewesen, hätte sich der Bestrafte nicht wie Rumpelstilzchen aufgeführt - Meckern, Gelb-Rot. Plötzlich kochten die Emotionen der knapp 40-50 Zuschauer plus der Spieler extrem hoch, sie fühlten sich benachteiligt und nahmen jeden Pfiff des Schiris zum Anlass, zu Meckern und zu toben. TII wollte eigentlich diese Phase nutzen und Kaptial aus dieser Stimmung schlagen, doch im Gegenteil, man ließ sich total nervös machen, war von nun an total unkonzentriert und bekommt wenige Minuten später die Quittung dafür: nach einer Eckenserie, bei der der Ball schon längst hätte geklärt werden können, kommt Lettins Gudert plötzlich an die Pille und netzt aus der Drehung zum 2:1 ein. Lange Gesichter nun bei TII. Die nominelle Überzahl war auch in der Schlussviertelstunde überhaupt nicht zu sehen, von einem Pfostentreffer - eher Zufallsprodukt- mal abgesehen. Man rannte zwar an, aber ein wenig konzeptlos, und als es Einwurf für TII gibt (Linienrichter-Entscheid) nimmt sich kein Turbinero den Ball, dafür aber ein Lettiner (keine Korrektur des Schiedsrichters), Ballbesitz + Konter Lettin, abseits, aber nicht geahndet, 3:1. In den Schlussminuten veliert Turbine völlig die Ordnung und fängt sich noch das nicht entscheidende, aber eben doch bittere 4:1 ein.

Aufstellung: 1 Meye, 2 Beyer, 3 Waack, 4 Schönfeld, 5 Weidener (C), 6 Sieradzki (68. 12 Schubert), 10 Martinowski, 8 Saez-Poblete, 9 Schöbel; 7 Perlitz, 11 Balì
Tore: 1:0 (51.); 1:1 Martinowski (56.); 2:1 (66.); 3:1 (89.); 4:1 (90.+2)

Fazit: In der ersten Halbzeit gestaltet TII das Spiel offen, auch wenn auf einem grottigen Platz wenige Chancen zustande kommen. In Durchgang zwei trifft die Mannschaft häufiger, die den Sieg mehr gewollt hat. Extrem nachdenklich sollte jeden Spieler machen, dass man in 25 Minuten Überzahl am Ende 3 Gegentore bekommt. Die Niederlage ist kein Beinbruch, aber das "Wie" ist zu hinterfragen. Wenn man den insgesamt immer noch positiven Saisonstart jetzt nicht verdaddeln will, sondern wie - viele meinen - lange im oberen Drittel mitmischen will, dann müssen wir nächste Woche aber mal wieder ordentlich Gas geben. Auf geht’s Männer!
 



6. Spieltag am 6.Oktober 2012
VfL Seeben vs. Turbine Halle II   2:0 (1:0)
von Klausen United
Nach den zuletzt siegreichen Spielen ging es heute auf zu einem der schwersten Auswärtsspiele der Saison.  Seeben gilt generell als sehr heimstark, steht für zweikampfbetonten Fussball auf einem kleinen, engen Platz mit meist zahlreichen lautstarken Zuschauern - kurzum: ein Highlight in jeder Saison.
Die Gastgeber hatten vor der Saison das Ziel Aufstieg angegeben,  hatten jedoch auf die Tabellenspitze schon 6 Punkte Rückstand, Turbine konnte aufgrund des Saisonstarts zwar entspannt in die Partie gehen, wollte jedoch trotz des Fehlens der Stammkräfte Wade, Hinke, Renè, Henry, Friedrich und Steve das Selbstbewusstsein der letzten Wochen mit in die Partie tragen und hier punkten. Aufgrund der dünnen Personaldecke wurden Tingel aus dem TIII-Kader zu TII gelotst und A-Jugend-Knipser Udo Korth sagte ebenfalls kurzerhand seine Hilfe zu.
Von Beginn an entwickelte sich eine flotte Partie, in der TII in der Anfangsphase schon recht früh Druck, beginnend bei Ivan und Bela , aufbaute. Die Partie verlief anfangs ausgeglichen, Turbine stand gegen die nominell offensivstarken Seebener (Svenner vs. Weber, Ludwig vs. Janowicz) insgesamt sehr sicher, ließ kaum etwas zu. Die erste gute Chance im Spiel dann für TII: Bela schließt aus der Drehung ab, zieht aber knapp am Gehäuse vorbei. Auf der anderen Seite geht Seeben dann noch ohne echte Torchance in Führung: nach einer Ecke steht ein Seebener frei, Micha pariert den ersten Ball, beim Nachschuss ist er machtlos. Turbine lässt sich davon nicht beeindrucken, nimmt immer mehr das Heft des Handelns an sich. Selbst ein sonst eher defensiv eingestellter Tingel zaubert auf einmal einen 30-Meter Pass auf Tobi aus dem Fußgelenk, der den Applaus der mitgereisten TII-Fans (Kejan, Tille, Wurbin, Helmut und Hendrik) verdient, doch den Abschluss setzt Tobi dann ein wenig überhastet, obwohl freistehend doch deutlich vorbei. Nur wenig später hat Ivan ein wenig Pech, als er sich nach einer Flanke für den Abschluss mit dem falschen Fuß entscheidet, die dickste Möglichkeit aber vergibt Steffen, als nach einem Solo schon am Fünfer steht, aber statt selbst abzuschließen auf Bela ablegt - abseits.
Zum Ende der ersten Halbzeit hat Seeben noch zwei Kontermöglichkeiten, die aber von der sicheren Abwehr bzw. Micha insgesamt gut geklärt werden. Halbzeit.
Mit Durchgang eins kann man bis auf das Ergebnis zufrieden sein, hier geht was. Halbzeit zwei :bei mittlerweile strömendem Regen sollte es nun schwer werden, anständigen Fussball zu spielen, TII spielte zwar gegen den Wind, dafür aber "bergrunter", wobei dies bei langen Bällen auf dem jetzt rutschigen Rasen nicht unbedingt ein Vorteil war; die Bälle gingen in einer Geschwindigkeit ab, dass selbst Tobi "Usain Bolt" nicht mehr hinterherkam. Durch die widrigen Platzverhältnisse häuften sich nun auch die Fouls: der rutschige Platz schrie förmlich nach Tacklings, wovon eines davon Steffen äußerst schmerzhaft am oberen Schienbein erwischte - dafür durfte sein Gegenspieler vorzeitig Duschen gehen, Gelb/Rot. Nachdem Seeben anfangs besser aus der Kabine kam und zwei, drei gute Möglichkeiten ungenutzt ließ, wollte Turbine jetzt in Überzahl wieder zurück ins Spiel finden, doch irgendwie kam man in Hälfte zwei bei weitem nicht so gut in die Zweikämpfe bzw. erarbeitete sich kaum noch Torchancen. Der Leichtsinn der Turbineros verhalf dafür den Gastgebern immer wieder zu Kontermöglichkeiten, von denen eine zum vorentscheidenden 2:0 genutzt wurde. TII versucht zwar nochmal alles, beordert A-Junior Udo als dritten Stürmer in die Spitze, doch am Ende scheitert Udo einmal knapp, Bela setzt noch einen Kopfball Richtung Seebener Tor, aber mehr war dann in der Schlussphase nicht drin.

Aufstellung: 1 Meye, 2 Beyer, 10 Martinowski, 3 Waack, 4 Zahn (78. 13 Marenbach), 5 Schubert (68. 12 Korth), 6 Schmidt, 8 Bittner, 9 Schöbel; 7 Bali, 11 Saez-Poblete

Fazit: In Durchgang eins kann man getrost von einem Spitzenspiel in der Liga sprechen- temporeich, zweikampfbetont, spannend - und Turbine hat eine große Aktie daran. Allein: man macht aus hervorragenden Möglichkeiten den Ausgleich nicht, denn der wäre mindestens verdient gewesen. In Halbzeit zwei kann man nicht mehr an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen, trotz Überzahl fehlt die Disziplin und Ruhe im Spiel, aus der Überzahl auch Kapital zu schlagen.
Aufgrund der zweiten Halbzweit geht Seeben nicht unverdient als Sieger vom Platz, für TII war aber mehr drin. Schade.

Sport Frei.
Klausen United.
 



5. Spieltag am 29.September 2012
Turbine Halle II vs. Nietlebener SV Askania 09 II   1:0 (1:0)
von Klausen United
In einer Partie, die vom Papier her eigentlich schon gewonnen war, tat sich TII extrem schwer, weil die spielerische Leichtigkeit der letzten Wochen fehlte. Das Fehlen des Capitanos Wade war deutlich zu spüren, fehlten doch so manche lautstarke Anfeuerungs- und Aufweckrufe in der heutigen Partie.
Turbine mühte sich zwar, doch gegen die dicht gestaffelte Nietlebener Defensive gab es keine Ideen zum Durchkommen, so dass Chancen echt Mangelware waren. Für den ersten Aufreger sorgte dann wenigstens Steve mit einem Knaller aus 20 Metern, welcher aber das Tor knapp verfehlt. Wenig später gelingt es Ivan, 2 Meter freistehend vorm Keeper selbigen anzuschiessen, doch Perle erkämpft sich den zweiten Ball, drängt mit seinem Doppelzentner in den Strafraum ein und schliesst platziert ab - 1:0. Kurz darauf hat Nietleben seinen ersten Torschuss, zieht aber knapp drüber.
Halbzeit. Das Team ist mit der eigenen Leistung trotz Führung unzufrieden - positiver Ansatz, Dinge in Durchgang zwei besser zu machen.
Man lässt zwar auch in Hälfte zwei weiter nichts zu, doch hapert es heute in Summe an der Chancenverwertung: Fernschuss Friedrich - nicht scharf genug, Steffen alleine vorm Keeper - spielt nochmal quer, Ivan verpasst, Flanke von Marenbach auf Ivan (übrigens trotz anderer Meinung des Herrn Wirth - tatsächlich so gewollt) - Ivan lupft Zentimeter am Tor vorbei, Konter Ivan, legt nicht auf den mitgelaufenen Daniel ab - Schuss, Pfosten.
Auf der anderen Seite hat Nietleben trotz Unterzahl wegen einer roten Koarte plötzlich die Chance zum Ausgleich, doch der nach vorne gepreschte Kapitän trifft den Ball nicht richtig.
Wenig später ist Schluss.

Turbine: 1 Meye, 2 Beyer, 3 Hammer, 4 Hilse, 10 Martinowski; 5 Sieradzki (53. 12 Waack), 7 Schönfeld, 8 Bittner, 6 Donat, 9 Perlitz (71. 13 Marenbach), 11 Saez-Poblete
Tore: 1:0 Perlitz (39.)

Fazit: Turbine hat sich definitiv nicht mit Ruhm bekleckert, auf der anderen Seite haben die Gäste absolut nichts für Spiel getan und pro Halbzeit jeweils nur 1 mal aufs Tor geschossen, so dass der Sieg in Ordnung geht. TII hingegen lässt in Durchgang zwei dann doch klarste Chancen liegen und verspielt somit die Tabellenführung.
Kommende Woche geht’s zum Aufstiegsaspiranten nach Seeben - mal sehen wie das Fehlen von Leistungsträgern wie Wade, Henry, Tobi, Renè und Hinke weggesteckt wird.

 



4. Spieltag am 22.September 2012
SG HTB Halle vs. Turbine Halle II   1:4 (1:1)
von Klausen United
Nach dem richtig gut erspielten Sieg letzte Woche gegen Motor ging es heute zum Nordderby bei HTB. Bei der Tabellenkonstellation Vorletzter gegen Spitzenreiter war die Vorgabe eigentlich klar, allerdings hatte sich TII vor einem halben Jahr mit einer 0:3 Niederlage wieder nach Hause schicken lassen, zum anderen musste man erstmal unter Beweis stellen, mit der völlig neuen und überraschenden Situation "Tabellenführer" auch dem Druck stand halten zu können unn der Position gerecht werden.
Die konditionellen Vorteile, die man in den letzten Wochen zu haben schien kamen schon früh ins Wanken: so rief Henry den Coach um 9:30 Uhr schon an, er fühle sich nicht so recht fit, er wäre wohl erst früh halb vier im Bett gewesen, Ivan berichtete dem Coach im Auto - unaufgefordert- ebenfalls, dass er am Vorabend feiern war und sagen wir mal eine "lebhafte Nacht" hatte, und auch der Schreiberling hatte wohl ein wenig Schlafdefizit... Trotzdem hatte man eine Klasse-Truppe beisammen, die hier drei Punkte mitnehmen wollte. Im Gegensatz zur Vorwoche musste das Team auf fünf Positionen verändert werden und so begann das Spiel auch ein wenig holprig. Turbine kam nie so richtig in den Rhythmus, man war zwar bemüht die Kontrolle über das Spiel zu bekommen, aber so richtig gelang das nicht, weil die Gastgeber - übrigens auch offensichtlich im Kader verändert- diszipliniert standen und TII die Räume eng machte. So gelangen immer nur ansatzweise Angriffe, welcher aber zu selten zu wirklichen Tormöglichkeiten wurden, weil man zu kompliziert spielte bzw. die besser postierten Mitspieler nicht sah. So lahmte das in den letzten Wochen gut zelebrierte Spiel über die Flügel deutlich, zu oft wurde mit Pässen in die Mitte agiert, welche auf dem Platz nur schwer zu erlaufen waren. Aber auch wenn es in der Offensive nicht so rund lief wie sonst, so gab trotz dessen auch positive Dinge: man liess den Gastgebern kaum Chancen zu, und war heute bei den eigenen Standards - primär Eckbällen - extrem gefährlich weil sie a) gut getreten wurden (Tobi) und sich b) gut zum Ball bewegt wurde (Ivan verpasst zweimal ganz knapp per Kopf). So fiel dann auch kurz vor der Pause die Führung: einen Freistoss von Tobi kann der Keeper nicht festhalten, Steffen ist zur Stelle und schiebt zum 1:0 ein. Ein guter Zeitpunkt für eine Führung, so kurz vor der Halbzeit - dachte man. Schon im Gegenzug sollte es im Turbine-Gehäuse klingeln: nach einem aberwitzigen Freistoss, bei dem Tobi nicht mal Körperkontakt zum Gegenspieler hatte, führt HTB schnell aus, die Flanke geht in den 16er, Micha steht etwas unglücklich und kann den Ausgleich nicht verhindern. Danach ist Halbzeit.
Die Mannschaft nimmt sich vor, nochmehr Dynamik in die Partie zu bringen, bissiger zu werden und so den Dreier mit nach Hause zu nehmen. Und siehe da: von Minute zu Minute sollte es dann auch besser werden, auch weil Niklas - in Hälfte eins sehr diszipliniert noch devensiv gestanden hat - sich nun mehr in die Offensive einschaltet und somit das Turbinespiel variabler wird. In Minute 55 dann die erneute Führung: nach einer Ecke von Felix verpassen einige Blau-Weisse den Ball, ausser Peeeerle, der wirft seinen Körper in den Ball und drückt ihn über die Linie. Wenige Minuten später erhöht Steffen mit einem sehenswerten Dropkick aus 20 Meteren ins linke Dreiangel auf 3:1 - man kann auch sagen "ein geiles Tor" - die Vorentscheidung. Turbine stellte um: für Wade rückte Felix auf den Liberoposten und Steve kam für Tobi auf links.
Nach einer guten Stunde und der 2-Tore-Führung hatte man dann auch von draussen das Gefühl, dass hier nicht mehr viel anbrennen konnte, auch wenn sich die Gastgeber bis zum Schluss wehrten, aber insgesamt strahlten sie doch zu wenig Torgefahr aus, dafür sollte TII noch einen nachlegen: nach Foul an Niklas im 16er gibt es Elfmeter: Schütze bei TII nominell Felix, doch irgendwie musste wohl die Kapitänsbinde zu schwer gewesen sein - jedenfalls war der Schuss so kraftlos, dass der Kister ihn im fallen an die Beine bekommt, sich noch schnell zurück werfen will, aber da ist der Ball dann doch schon über die Linie gekullert - es war trotzdem der schlechteste verwandelte Elfmeter, den ich je gesehen habe. Aber drin ist eben drin. In der Schlussphase hat Steve noch die Chance aufs 5:1, setzt den Ball jedoch knapp am Tor vorbei.

Turbine: 1 Meye, 2 Beyer, 3 Hilse, 4 Seidel, 5 Weidener (C) (63. 13 Bali), 6 Hageneier, 8 Bittner, 9 Schöbel, 10 Martinowski; 7 Perlitz (80. 14 Marenbach), 11 Saez-Poblete
Tore: 0:1 Bittner (42.), 1:1 (43.), 1:2 Perlitz (55.), 1:3 Bittner (59.), 1:4 Martinowski (schlechtster FE ever) (75.)

Fazit: TII macht zum zweiten mal in Folge 4 Buden in einem Spiel - allerdings bis auf die Granate von Steffen bei weitem nicht so sehenswerte wie letzte Woche. Insgesamt war das Spiel in Hälfte eins nicht besonders flüssig, in Durchgang zwei dann besser. TII siegt trotzdem absolut verdient, weil sie die aktivere Mannschaft mit deutlich mehr Torchancen war. 4 Spiele, 4 Siege, Tabellenführer! Was wollen wir mehr? Mal schaun, was nächste Woche geht!

Ein Gruss an dieser Stelle an TIII - wir freuen uns insbesondere über die Buden von Ludwig und Martin, Glückwunsch zum Sieg, Glückwunsch auch an TI zum Punkt bei der "LOK".

In diesem Sinne Sport Frei!
Klausen United
 



3. Spieltag am 15.September 2012
Turbine Halle II vs. SG Motor Halle   4:0 (1:0)
von Klausen United
Nach dem spielfreien Wochenende wegen des städtischen Pokals waren alle TII-Kicker wieder heiss auf Ligapunkte.
Alle waren pünktlich- mit einem Lächeln im Gesicht - nur der Kapitän schien die ganze Nacht im Blitzlichtgewitter gesessen zu haben - oder wie waren die roten Augen sonst zu erklären?
Coach Matze weilte bei einem Firmenturnier, so dass der Schreiberling das alleinige Kommando hatte, auch wenn das nach den letzten beiden Spieltagen der Vorsaison kein gutes Omen bedeuten sollte.
Doch die Stimmung in der Kabine war gut, der "Team-Vati" hatte auch für allerhand Doping in Form von Corny-Powerrigeln und Traubenzuckerpäckchen gesorgt, welche aber auch nicht davor schützen den Satzbau in der Teamansprache zu verdaddeln ("... es können nur ELF Spieler in der StartELF stehen, also ELF...").
Turbine mit der Luxussituation, trotz der 6 Ausfälle (Gregor, Steve, Bela, Rufat, Svenner, Martin) noch 3 Kicker an TIII verleihen zu können und selbst vier Wechsler auf der Bank zu haben - das gab es noch nie.
Zum Spiel: TII rechnete mit kampfstarken Motoren, welche schwer zu bespielen sind und so sollte es auch kommen: in den ersten zwanzig Minuten fand TII nie zu seiner spielerischen Linie, Motor hielt gut dagegen und ließ den Ball ganz gefällig laufen, jedoch ohne zwingend gefährlich zu werden.
Die ersten Chance hat TII: nach feiner Hereingabe von rechts scheitert Ivan aus spitzem Winkel - der Ball war aber auch schwer zu nehmen. Wenig später startet Tobi ein Solo auf links, schliesst selbst ab, obwohl Ivan im Rücken frei stand und scheitert am Pfosten.
Im Gegenzug hat Turbine Glück nach einer Unachtsamkeit nicht in Rückstand zu geraten, als ein Motorspieler nur Zentimer an der scharfen Hereingabe seines Mitspielers vorbei rutscht.
Turbine gewinnt Mitte der ersten Halbzeit dann zunehmend Spielanteile, wird jedoch von den Gästen hin und wieder unnötig hart attackiert, was natürlich auch den eigenen Spielfluss hemmt. Trotzdem kommt man noch zu guten Möglichkeiten (Ivan freistehend vorbei geschlenzt), bis Hinke einen Torwartfehler zur erlösenden 1:0-Führung über die Linie drückt.
Wenig später hat Steffen die Chance zum 2:0, doch kommt noch eine Motorsocke dazwischen, so war es nix mit dem schon erträumten Jubel zur Eckfahne wird.
Halbzeit.
In einer kurzen Analyse nimmt man sich vor, weiter Druck zu machen, ein schnelles Tor zu erzielen und die offensichtlich schon pumpenden Motorkicker ohne Punkte wieder nach Hause zu schicken.
Das, was man sich vorgenommen hat, wird auch von Beginn an umgesetzt, immer wieder wird mit Pressing gearbeitet und sich so zahlreiche Chancen erspielt, wovon eine die Vorentscheidung bringen sollte: nach einem Klasselauf von Tobi auf links bedient er mit einer Traumflanke Daniel Donat, so dass dieser keine Mühe hat, den Ball aus fünf Metern in die Maschen zu dreschen.
Wenig später entscheidet Steffen die Partie endgültig: nach einem Solo, zwei Spieler austeigen lassen, Kopf hoch, gucken, abschließen, kurze Ecke, drin - fällt der Jubel über sein erstes Tor im Turbine-Dress dann doch eher TII-typisch trocken aus - er ist eben bei TII angekommen, der Steffen!
Man hätte gerne noch etwas von Motor berichten wollen, aber im Ernst: es gab kaum noch nennenswerte Szenen, bis auf ein, zwei Freistöße - und selbst Kister Micha beschwerte sich nach Spielschluss darüber, dass er zu Stadtoberliagzeiten noch nie einen so geruhsamen Nachmittag verbracht hat.
In der Schlussphase ging es noch darum, Ralfinho und Ivan in die Torschützenliste zu hieven: doch Ralf scheiterte nach einer Ecke mit seinem sehenswerten Drehschuss am gut reagierenden Motor-Keeper, Ivan lief beim Versuch von Steffen ihn zu bedienen ins Abseits.
Desweiteren gab es noch tadellose Möglichkeiten für Daniel Donat (spitzer Winkel, vorbei), Tobi (Oberkörper-Rücklage-> Sprecherturm) sowie Renè Hammer (abgeblockter Fernschuss), aber irgendwie war TII mit den drei Treffern heute nicht zufrieden: also chipte Steffen den Ball gekonnt auf Ivan in den 16er, Seitfallzieher, Aussenpfosten - "das gibts doch gar nicht" ruft Steffen und schlägt die Hände vors Gesicht - um nur wenige Sekunden später schon wieder den Ball zu erobern, Ivan erneut anzuspielen - und diesmal drückt er die Kugel im dritten Anlauf (Brust, Kopf, Schienbeinschoner) zum 4:0 über die Linie.
Danach ist Schluss, TII siegt verdient mit 4:0.

Turbine: 1 Meye, 2 Hils (69. 13 Waack), 3 Hammer, 4 Heidrich (70. 14 Seidel), 5 Weidener (C), 6 Schönfeld (60. 12 Martinowski), 7 Stricker, 8 Bittner, 9 Schöbel; 10 Donat, 11 Poblete
Tore: 1:0 Schönfeld (31.), 2:0 Donat (59.), 3:0 Bittner (65.), 4:0 Poblete (85.)

Fazit: Nach kleineren Startschwierigkeiten in der Anfangsphase kämpft und spielt sich TII in die Partie. Der Sieg geht absolut in Ordnung - es ist übrigens der höchste Sieg in der SOL für TII seit dem 5:1 vs. Kröllwitz vor zwei Jahren. Wer hätte bis vor wenigen Wochen daran gedacht, dass TII in der Lage ist 4 Buden in einem Spiel zu machen - und sich dann am Ende noch über die Vielzahl von ausgelassenen Chancen ärgert? Trotz aller TII-Bescheidenheit hätte sich Motor über mögliche Gegentore 5,6 oder gar mehr nicht beschweren dürfen; es war einen Klasseleistung der Heimelf!
Zur Kadersituation ist zu sagen, dass durch die Ausfälle von Ralf und Renè für die kommende Woche zwei freie Plätze in der StartELF zu vergeben sind - es wird spannend!
Männer, im Moment läuft es rund, nehmen wir das mit, Woche für Woche.

In diesem Sinne allen Turbine-Sympathisanten ein schönes Wochenende und Sport Frei! Glückwunsch an TI!
Sport Frei!

 



2. Spieltag am 1.September 2012
FC Halle-Neustadt vs. Turbine Halle   0:2 (0:1)
von Waddinio
Nach dem Überraschungserfolg in der Vorwoche ging es mit heute mit einer Extraportion Selbstvertrauen zum nächsten Aufstiegskandidaten der Stadtoberliga. In den Duellen der letzten beiden Jahre gab es nicht viel für TII zu holen. Mit 0 geholten Punkten und einem Torverhältnis von 4 : 16 war klar; das wird kein leichtes Spiel. Das Ganze wurde auch noch durch den Erfolg der „Frösche“ gegen Seeben am 1. Spieltag untermauert.
TII konnte auch dieses Wochenende aus dem Vollen schöpfen. Zum einen konnten zwei neue Gesichter im Kader begrüßt werden (Ivan + Patrick), zum anderen meldete sich Bela und Henry wieder zurück. Somit hatte Coach Matze mal wieder die Qual der Wahl. Auf Grund der sehr guten Leistung in der Vorwoche sah man sich allerdings nicht gezwungen an der Startaufstellung groß etwas zu verändern. Da aber mit Sven und Erik zwei Mann aus der Start-Elf ausfielen, rückten die Hämmerin und Gregor nach. Die einzige richtige Veränderung gab es lediglich im Sturm. Hier gab Matze unserem Neuzugang Ivan Saez Poblete, dessen Spielberechtigung erst 24 Stunden vor Anpfiff vorlag, die Chance die guten Eindrücke aus dem Training im Spiel zu bestätigen.
Nach dem sich die Frösche bereits einige Minuten mit dem Aufwärmen beschäftigt hatten, kamen auch die Spieler von TII die Treppe zum Spielfeld herunter. Dort fand man dann ein super Geläuf vor. Man stellte fest; schon seit einigen Jahren nicht mehr auf einem solch guten Platz gespielt zu haben. TII brauchte 10 Minuten um in das Spiel zu kommen und eine Ausgeglichenheit herzustellen. Auch diesen Samstag konnte man sich wieder auf eine gute Defensivleistung verlassen. Hier muss man Gregor positiv erwähnen. Er machte ein sehr gutes Spiel und bestätigte damit das Vertrauen von Coach Matze. Nach ca. 15 Minuten gab es dann die erste 100 %ige des Spiels. Diese hatten aber nicht die Gastgeber, sondern die Kicker vom Felsen. Martin setzte sich auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch, kam aber nicht zum flanken. Sah den zu Hilfe eilenden Felix und passte auf ihn zurück. Er zog die Flanke zwar sehr nah am Tor lang, dafür war sie aber auch hoch und lang, sodass der Kister der Frösche diesen nicht bekommen konnte. Am langen Pfosten stand Ivan bereit, scheiterte aber am Keeper. Der Abpraller kam zu Tobi. Er umkurvte seinen Gegenspieler und schloss dann aus 5 Metern mit rechts ab. Leider ging der Ball doch deutlich übers Tor. Schade!!! Danach plätscherte das Spiel so dahin. Nach ca. einer halben Stunde brachte der Schreiberling einen der vielen Freistöße über die gegnerische Abwehr in den 5-Meter-Raum. Dort stand Steffen völlig frei und brauchte nur noch vollenden. Doch leider scheiterte auch ehr am guten Keeper der Frösche. Den Nachschuss vergab Ivan kläglich. Spätestens jetzt merkte man auch hier etwas holen zu können. In der 37. Minute gab es dann den ersten großen Aufreger. Rene verliert sein Laufduell und behilft sich Höhe der Mittellinie mit einem taktischen Foul (festhalten). Bis dahin nichts Besonderes. Normalerweise Freistoß für den FC und eine gelbe Karte für Rene. Allerdings fühlte sich der Gefoulte genötigt seinen Unmut darüber deutlich zu machen und ging auf Rene los. Auch wenn der Schlag nicht wirklich schlimm war, gab es keine zwei Meinungen über die Konsequenzen. Somit war der FC dann in Unterzahl. 5 Minuten später sollte sich dies auszahlen. Durch die zahlenmäßige Überlegenheit ergaben sich Möglichkeiten den Gegner früh und konsequent zu attackieren. Ein Befreiungsversuch der Frösche ging schief und der abgeblockte Ball landete bei Ivan. Diese Mal machte er es besser als zuvor. Er ließ seinen Gegner ins Leere laufen und schob dann überlegt am Keeper vorbei ins Tor. 1:0, so ging es dann auch in dir Halbzeit. Das einhellige Motto für Halbzeit 2 war Ball und Gegner laufen zu lassen. Wie sich herausstellen sollte, klappte dies nur phasenweise.
Auf Grund der begangenen Fouls und der jeweiligen gelben Karte für Rene und Steffen, sah man sich gezwungen beide aus heiklen Situationen fernzuhalten und kein Risiko einzugehen. Schließlich wollte man die Überzahl nicht so leichtfertig her schenken. Da man das aber nicht 45 Minuten durchhalten kann, machten sich Henry und Ludwig gleich zu Begin der zweiten Halbzeit warm. Diese sollten dann die beim Schiedsrichtergespann bereits vorgemerkten Steffen und Rene ersetzen. Die Kicker vom Bildungszentrum gaben sich nie auf und kamen das eine oder andere Mal über ihre schnellen Außen vor unser Tor. Doch fehlte es entweder am Selbstvertrauen mal den eigenen Abschluss zu suchen, oder TII bekam immer noch ein Bein dazwischen und konnte die meisten Situationen sehr abgezockt klären. Leider verstanden wir es mal wieder nicht die sich bietenden Räume effektiv zu nutzen. Man kam zwar immer mal wieder gefährlich vor das gegnerische Tor, aber im entscheidenden Moment fehlte zum einen die Dynamik, zum anderen eine zündende Idee. Dadurch blieb es bis zum Schluss ein spannendes Spiel. In der 88. Minute war es dann soweit – das erlösende 2:0. Nach einem Einwurf von der rechten Seite kam der Ball irgendwie (der Schreiber war kurzzeitig nicht bei der Sache) zu Ivan. Dieser schloss dann aus 5 Metern eiskalt zum vielumjubelten 2:0 ab. Die letzten Minuten sind dann nicht mehr der Rede wert. Völlig unerwartet steht TII nach dem 2. Spieltag mit einer weißen Weste auf Platz 2. Wenn man weiterhin die gleiche Einsatzbereitschaft und Disziplin an den Tag legt, dann kann man noch die eine oder andere Überraschung von TII erwarten.

Turbine: 1 Kluge, 2 Hilse, 3 Hammer (73. Waack), 4 Zahn, 5 Weidener (C), 6 Schubert , 7 Stricker, 8 Bittner (65. Seidel), 9 Schöbel (69. Bali), 10 Martinowski, 11 Saez Poblete
Tore: 1:0 Saez Poblete (42.); 2:0 S Saez Poblete (88.)

Fazit: Turbine gewinnt sein nächstes Spiel gegen einen der „Großen“. Sicherlich begünstigt durch die rote Karte verlässt am Ende die clevere Mannschaft das durch viel Hektik geprägte Spiel. Man konnte an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und lieferte wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung ab.

 



1. Spieltag am 25.August 2012
Turbine Halle vs. FSV 67 Halle   2:1 (1:1)
von Klausen United
Nach einer langen Vorbereitungsphase mit leider nur 2 Testspielen wusste vor Spielbeginn niemand im gesamten TII-Kader, wie der Start in die Liga aussehen könnte. Die Trainingsbeteiligung insgesamt war ordentlich, allerdings mit häufig wechselndem Personal, so das TII wohl auch der viel besagten "Wundertüte" glich. Anders dagegen die Gäste vom Kinderdorf: über die örtliche Presse und diverse Internetportale schon im Vorfeld zum Staffelfavoriten gekürt - konnte bei der selbst auferlegten Zielstellung "Aufstieg" die Devise für heute nur "Sieg" bedeuten...
TII war aufgrund des vorhandenen Kaders - und das trotz der Ausfälle von Stammkräften wir Rufat, Hämmerin, Bela, Henry etc.trotzdem optimistisch und wollte im ersten Heimspiel gleich punkten.
Nach dem aus Gastgebersicht ein wenig peinlichen Parkplatz-Hick-Hack wegen des Laternenfestes konnte dann mit fünf minütiger Verspätung angepfiffen werden - und TII nahm gleich das Zepter in die Hand: nach handgestoppten 2:58 Mintuten gab der Schreiberling seinem Kompagnon an der Linie den dezenten Hinweis, dass die Gäste noch nicht einmal in der Turbine-Hälfte waren - dies wäre doch ein gutes Omen- und siehe da, es sollte auch nicht mehr lange bis zum ersten Highlight dauern: nach einem Foul knapp außerhalb des Strafraums bekam Ralf die Chance auf einen Freistoß, zog diesen auf die kurze Ecke, an der lauerte Felix, nahm den Ball gekonnt mit dem Außenrist mit und vollendete mit einem satt platzierten Schuss ins lange Eck zum viel umjubelten 1:0!
Der FSV von dieser Führung des vermeintlich kleinen Gegners- und damit ist nicht explizit Felix gemeint - total irritiert - brauchte nun einige Minuten um wieder in die Partie zu finden.
Nachdem Turbine die erste Viertelstunde gehörte, ließ man den Gästen zunehmend mehr Platz- vor allen Dingen im Mittelfeld - welches von den nun langsam warm werdenden 67ern dankend genutzt wurde: Der FSV kam besser ins Spiel und mit der Zeit auch zu Möglichkeiten, weil Turbine zu nachlässig wurde und zu einfache Fehler im Spielaufbau produzierte. Folgerichtig bekam man nach einem Ballverlust einen Konter, bei dem die Abseitsfalle mal nicht klappte - und es stand 1:1.
In den darauffolgenden Minuten konnte man sich wieder von dem leichten Druck der Gäste befreien und bis zur Halbzeit wieder eine ausgeglichene Partie herstellen. Vor allen Dingen Tobi über links konnte sich oft gut in Szene setzen, allerdings fehlte hier punktuell noch die Unterstützung aus dem Mittelfeld. Später hat Martin sogar noch eine gute Möglichkeit nach langem Pass von Wade, kann jedoch nicht so recht entscheiden ob Kopf oder Fuss- und so bleibt es beim 1:1 zur Pause.
Man rechnet in Hälfte zwei eigentlich mit einem Offensivdrang der Gäste - doch der bleibt trotz zweier Wechsel aus- die ersten 10 Minuten plätschern ein wenig wie ein Freundschaftsspiel dahin - TII konnte dies aufgrund der punktuell konditionellen Nachteile aber egal sein, dann schiebt man eben ein wenig mit - von rechts nach links und wieder zurück.
Und wieder war es nur wenig später einer der Kleinen bei Turbine der gross auftrumpfte: in der 60. Minute legt Tobi auf der linken Seite ein starkes Solo von der Seitenauslinie an die Grundlinie hin - in den Strafraum rein, zwei blaue ausgeschnickt - und abgezogen - da zappelt das Runde im eckigen - Wahnsinn, 2:1 TII!
Da waren die Gäste nun wirklich ratlos: das erste Gegentor galt vielleicht noch als Betriebsunfall, aber jetzt schon wieder?
Turbine spielte weiter konzentriert aus einer stabilen Defensive heraus mit einem kompakten Mittelfeld und kam immer wieder zu guten Konterchancen - gegen Gäste, die sicherlich immer mal phasenweise ein wenig mehr Ballbesitz hatten, aber insgesamt zu ideenlos waren.
Zugegeben: die sehr gut gestaffelte Abwehr um Capitano Wade stellte den FSV in HZ2 gefühlt 10x ins Abseits, wovon wahrscheinlich zwei vielleicht auch drei Entscheidungen grenzwertig bis falsch waren, aber auch aus diesen Situationen hätten die Gäste gegen einen heute sehr starken Micha erstmal treffen müssen.
Auf der Gegenseite hat dafür auch Turbine exzellente Chancen gegen eine arg anfällige Viererkette: so haben Ludwig, Ralf und Martin gleich 3 Schussmöglichkeiten in 3 Sekunden am Stück, welche allesamt leichtfertig verballert werden, wenig später steht Ralf alleine vor dem Kister - hat aber zu viel Zeit zum überlegen - und verzieht.
Die Gäste werden nun mit sich selbst zunehmend unzufriedener, was sich durch erste Meckerein deutlich macht- oder kleinere Rangeleien, bei denen unser sonst so ruhiger Neuzugang Steffen relativ deutlich und lautstark zu verstehen gibt, dass sein Gegenspieler ihm bitteschön nicht auf den "Sack" gehen soll.
In der Schlussphase schlägt der FSV noch 3 lange Bälle in den 16er von Turbine, wovon ein Kopfball das Gehause knapp verfehlt- im Gegenzug hat Zottel nach einem Wahnsinns-Sprint die Chance zum absoluten K.O., trifft aber nur das Außennetz.
Danach ist Schluss - und TII schlägt den Aufstiegsfavoriten.

Turbine: 1 Meye, 2 Beyer, 3 Hilse, 4 Gröger (75. 13 Zahn), 5 Weidener (C), 6 Schubert (81. 12 Trotter), 7 Stricker, 8 Bittner, 9 Schöbel, 10 Martinowski, 11 Waack
Tore: 1:0 Martinowski (8.); 1:1 Saag (20.); 2:1 Schöbel (60.)

Fazit: Turbine liefert hier ein richtig grosses Ding ab, gerade in punkto mannschaftliche Geschlossenheit- auch wenn es in Sachen Abstimmung sicherlich noch Verbesserungspotential gibt. Aber es wäre ja auch schlimm, wenn nicht!
In der FSV-Kabine dürfte es wohl "gebrödelt" haben...
TII ist in den letzten Spielen von den Gästen für seine Art mit Libero zu spielen belächelt worden - heute gewinnt die Dreierkette von TII gegen eine nicht sonderlich gute agierende Viererkette eines selbernannten Aufstiegskandidaten.
Mit diesem Fazit und einem dicken Grinsen im Gesicht gehe ich jetzt ins Bett - und verabschiede mich in eine Woche Erholungsurlaub nach MeckPom.
Männer, das Trainerteam ist stolz auf diese Truppe, geiler Auftakt, viel erfolg nächtste Woche.

Sport Frei!